KS-Ratgeber
23 22 Feuerverzinken Feuerverzinkungsverfahren Weitere Verfahren: Schleuderverfahren Das Schleuderverfahren wird meist bei Kleinteilen (<2 kg Stückgewicht) eingesetzt. Die Kleinteile werden nach den Vor- behandlungsbädern in zylindrische Körbe gefüllt. Dadurch ist keine Auf- hängung der Einzelteile erforderlich. Der Korb wird im Zinkbad getaucht und sofort nach dem Ziehen zentri- fugiert. Anschliessend wird der Inhalt in ein Wasserbad gekippt. Durch das Schleudern wird das überschüssige Zink entfernt, im Wasserbad wird das Zusammenkleben der Teile ver- hindert. Bandverzinken (Sendzimirverfahren) In kontinuierlich arbeitenden Band- verzinkungsanlagen läuft das Band vom Coil durch einen Glühofen und wird unter Schutzgasatmosphäre der Zinkschmelze in hoher Ge- schwindigkeit zugeführt. Nach dem Zinkbad wird der Zinküberzug mit Abstreifdüsen gleichmässig verteilt. Nach einer Abkühlstrecke wird es wieder aufgecoilt. Als Folge der hohen Durchlaufge- schwindigkeit des Bandes ist die Reaktionsdauer zwischen Stahl und Zinkschmelze sehr kurz, was zur Folge hat, dass sich nur eine aus- serordentlich dünne Eisen-Zink- Legierungsschicht von wenigen Mikrometern bilden kann. Der über- wiegende Teil des Überzuges be- steht aus der Reinzinkschicht von ca. 25 μm. Dies hat den Vorteil, dass das feuerverzinkte Band eine gute Kaltumformbarkeit aufweist. Stückverzinken: Auszug eines Mastes aus dem Zinkbad. Schleuderverzinkungsanlage Im Schleuderverfahren verzinkte Kleinteile.
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